Forschung

Psychologische Aspekte der Zeitarbeit

Psychologische Aspekte der Zeitarbeit

Knapp 3% der Beschäftigten in Deutschland arbeiten nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit mittlerweile als Zeitarbeitnehmer/innen (Stand Juni 2016). Zeit- oder Leiharbeit ist in Deutschland allerdings nach wie vor eher unbeliebt bei den Arbeitnehmer/innen. Hauptmotive der Zeitarbeitnehmer/innen sind daher auch die Überbrückung von Arbeitslosigkeit und die Übernahme durch ein Kundenunternehmen. Nur eine Minderheit der Zeitarbeitnehmer/innen entscheidet sich bewusst für diese Beschäftigungsform, beispielsweise weil sie das Kennenlernen verschiedener Unternehmen ermöglicht und eine hohe Abwechslung bei den Arbeitstätigkeiten verspricht. Zeitarbeit wird als geeignete Maßnahme zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit diskutiert. Allerdings ist bisher noch nicht geklärt, welche Rolle Leiharbeitsphasen für die individuelle Karriere spielen und für „wen“ und unter „welchen Bedingungen“ Zeitarbeit als Sprungbrett in die Normalbeschäftigung dienen kann. In verschiedenen Studien untersuchen wir, welchen Einfluss individuelle Strategien und Persönlichkeitsmerkmale einerseits und organisationale Kontextfaktoren (Organisation, Führungskräfte, Teams etc.) andererseits für den beruflichen Werdegang und für das Wohlbefinden der Leiharbeitnehmer haben.